Eine angespannte Situation

Eine angespannte Situation in der Bahn. Mehrere Fahrgäste mischen sich in das Geschehen ein, das mittlerweile zu eskalieren droht. Eine Frau weigert sich sichtlich, ihre Tasche von ihrem Nachbarsitz wegzunehmen, sodass sich ein weiterer Fahrgast setzen könnte. Der Tonfall der Menschen wird immer unfreundlicher, manche schreien schon fast. Eine Polizisten ist vor Ort und betrachtet das Geschehen noch passiv. Die Frage ist allerdings, wie lange noch. Denn es sieht so aus, als ob das Ganze bald ausarten könnte. In ein Handgemenge? Eine Schlägerei? Hoffentlich nicht. Die Frau mit der Tasche war jedenfalls sichtlich ignorant und machte keine Anstalten, die Situation zu entspannen.
Rücksicht nehmen

Nicht alle Menschen können sich den Luxus leisten, ein Auto zu besitzen, mit dem sie zur und von der Arbeit kommen können. Vielen Menschen sind auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Und da gibt es doch so einige Unterschiede zu beachten. Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss meistens keine großartige Rücksicht nehmen und hat seinen eigenen, kleinen Komfortbereich. Natürlich muss man sich an Verkehrsregeln halten, welche es für das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln offiziell nicht gibt. Dass man aufeinander Rücksicht nehmen sollte, klingt logisch, ist es aber scheinbar nicht für alle. Eine junge Frau wird diese Lektion schon bald lernen.
New Yorker Verkehrschaos

Die Szene spielt sich in New York ab und selbst wer noch nicht im Big Apple war, dürfte aus Filmen, Geschichten und Serien wissen, dass die New Yorker Rush Hour ein absolutes Durcheinander ist. Millionen von Menschen versuchen, von A nach B zu kommen, Straßen, Busse, Bahnen sind randvoll. Die junge Jessica Huit war zur Feierabendzeit auf dem Weg nach Hause und versuchte noch schnell ihren Regionalzug zu erwischen, mit dem sie es schneller schaffen würde. Sie hatte einen langen, anstrengenden Tag hinter sich und die Tatsache, jetzt noch in einem überfüllten Zug hin und her zu pendeln, war zwar nicht verlockend, aber ihr normaler Alltag.
Alles voll

Wie nicht anders zu erwarten, war der Zug nicht nur voll, sondern maßlos überfüllt. Das war keine Seltenheit, aber jedes Mal aufs Neue lästig. Manchmal waren die Bahnen so voll, dass man kaum einen Weg durch die Menschenmengen finden konnte und an einen Sitzplatz war schon gar nicht zu denken. Freie Sitzplätze waren auch an diesem Tag wieder Fehlanzeige. So schien es zumindest, bis Jessica etwas sah, was sie vorher auch noch nicht erlebt hatte. Und sie fuhr schließlich täglich mit dem Zug. Man sollte meinen, dass es ein selbstverständliches, rücksichtsvolles Verhalten ist, nur einen Sitzplatz für sich zu beanspruchen. Dem war an diesem Tag jedoch nicht so.
Hoffnungsvolle Suche

Auch wenn die junge Frau keine Hoffnung hatte, so versuchte sie trotzdem einen freien Sitzplatz zu finden. Jessica hatte damit gerechnet, dass die Bahn mal wieder sehr voll sein würde, aber sie wollte ihr Glück an diesem Tag trotzdem versuchen. Sie hatte einen furchtbar anstrengenden Tag hinter sich und wollte die eineinhalb Stunden Fahrt, die sie vor sich hatte nutzen, um sich ein wenig auszuruhen. Der Gedanke daran, so lange auch noch dicht gedrängt in der Menge zu stehen, war wenig attraktiv. Sie quetschte sich durch die stehenden Menschen und klapperte Wagon für Wagon ab. Tatsächlich, ganz hinten im letzten Wagen wurde sie fündig. Ein einziger, freier Sitzplatz.
Freier Platz – oder doch nicht?

Auch in diesem Wagon standen mehrere Menschen in den Gängen und auch um den freien Platz herum. Das wunderte Jessica zugegebenermaßen. Sie drängte sich weiter durch die Leute, um den Platz besser begutachten zu können. Es schien alles in Ordnung zu sein, der Sitz war weder kaputt oder sonderlich verdreckt. Sie konnte also nicht verstehen, warum sich bisher niemand dort niedergelassen hatte, war aber froh darüber, dass es schließlich ihr Platz werden würde. Sie ging auf die Frau zu, die neben dem freien Platz saß, auf dem diese ihre Tasche abgelegt hatte. Freundlich bat sie sie, ihre Sachen wegzunehmen, sodass sie sich setzen konnte.
Kein Benehmen

Stresssituation, Menschenmassen und Lautstärke bringen oft schlechte Seiten in Menschen hervor. In vollen Zügen bekommt man Dinge zu sehen, die einen auf die Palme bringen können. Manche Menschen sind dermaßen rücksichtslos, sie telefonieren beispielsweise lautstark, bringen extrem riechende Speisen mit an Bord, die dann auch noch lautstark verzehrt werden. Andere wiederum hören lautstark Musik oder schauen Filme und Serien ohne Kopfhörer. Es ist lästig, es ist unverständlich, aber leider ist es auch die Normalität. Das alles hatte Jessica schon zu Genüge gesehen. Was aber diese Frau für ein Verhalten an den Tag legte, das war ihr völlig neu. Sie konnte nicht glauben, was gerade geschehen war.
Ignoranz

Freundlich bat Jessica die Frau, ihre Sachen von den eigentlich freien Plätzen zu nehmen, sodass man sich setzen konnte. Die Frau, die dort saß, führte eine große Louis Vuitton – Tasche mit sich, die den gesamten Raum des Platzes neben ihr einnahm. Und sie machte absolut keine Anstalten, auf das eben Gesagte zu reagieren. Jessica kam sich dämlich vor, die Frau ignorierte sie einfach und tat offenbar so, als wenn sie sie nicht gehört hatte. Es war offensichtlich, dass der Dame egal war, dass außen herum so viele Menschen stehen mussten, während ihre Designertasche einen eigenen Platz einnahm. So etwas rücksichtsloses!
Probleme im Anflug

Es bot sich das klassische Bild: Kopfhörer in den Ohren, den Blick stur aufs Handy gerichtet und darin vertieft. Offensichtlicher konnte man sein Desinteresse und seine Ignoranz nicht zur Schau stellen. Allmählich wurde Jessica auch bewusst, warum bisher nun niemand auf dem Sitz platz genommen hatte. Bisher hatte niemand eine Auseinandersetzung mit der Frau gewagt, die alle anderen bewusst ignorierte. Beim nächsten Halt betrat die Polizei den Wagen und Jessica konnte feststellen, dass die Anspannung im Wagon größer wurde. Das Verhalten der Frau veränderte sich ein wenig, sie konzentrierte sich noch verbissener darauf, so zu tun, als wenn sie von niemandem etwas mitbekam.
Die Polizei rückt an

Jessica dachte zumindest, dass niemand die Auseinandersetzung mit der Frau gesucht hatte, beziehungsweise nicht direkt. Offensichtlich hatten aber schon mehrere Menschen versucht, sich auf den Platz zu setzen. Und einer dieser Menschen hatte nun scheinbar die Polizei gerufen. Die Beamten drängten sich durch die Masse im Zug und ging auf die Frau mit der Designertasche zu. Jessica entfernte sich ein Stück aus der Situation und zog sich zurück, aber so, dass sie immer noch sehen konnte, was als nächstes passieren würde. Was passierte wohl als Nächstes und wie würden die Polizisten handeln? Hatte die Dame schon bemerkt, dass die Beamten wegen ihr hier waren?
Konflikt mit dem Beamten

Jessica konnte ihren Augen nicht trauen, was als Nächstes passierte. Einer der Beamten bat die Frau freundlich, aber bestimmt, ihre Tasche von dem Sitz zu nehmen und im Gepäckfach darüber zu verstauen, sodass sich noch Andere setzen konnten. Daraufhin blaffte die Frau den Mann an, dass er es nicht wagen sollte, ihre Sachen anzufassen. Der Polizist wurde schon etwas lauter, fragte die Frau erneut und führte seine Hand in Richtung der Tasche, als die Frau diese beiseite schlug. Das war zu viel: Er drohte der Frau, sie mit sofortiger Wirkung aus dem Zug zu begleiten, sollte sie nicht sofort den Platz räumen. Diese ignorierte ihn aber nur.
Ruhe bewahren

Eine Situation auf so kleinem Raum eskalieren zu lassen, war nicht sinnvoll und der Polizist wechselte seine Taktik, da er merkte, dass er so bei der Frau nicht weiterkam. Außerdem wollte er verhindern, dass es wegen so einer Kleinigkeit zu einem Handgemenge kommen würde. Er atmete tief ruhig und wechselte zu einem freundlicheren Ton und einer entgegenkommenden Methode. Hilfsbereit schlug er vor, der Dame zu helfen, ihre große Tasche zu verstauen und machte freundlich darauf aufmerksam, dass sich auch die anderen Menschen gerne setzen würden. Aber auch auf diese Weise reagierte sie abwehrend und rief, dass er ihre Sachen ja nicht anfassen sollte.
Konsequenzen für alle

Das ganze Spektakel bekam natürlich jeder im Umfeld mit. Die Menschen waren sichtlich genervt von dem rücksichtslosen Verhalten der Frau und fingen an, sich in den Streit mit einzumischen. Ein Mann, der auf dem anderen Platz neben der Frau saß, beschuldigte sie, den bereits verspäteten Zug nur noch länger hinauszuziehen. Wegen ihr würden alle warten müssen und die Menschen wollten einfach nur noch nach Hause und raus aus dem vollen Wagen. Aber auch diesen ignorierte die Frau völligst, ihr Blick verfinsterte sich und streitlustig diskutierte sie weiter mit dem Beamten. Würde das so weiter gehen, sah die Situation nach einer Menge Ärger aus.
Die Situation spitzt sich zu

Die Menschenmenge wurde immer unruhiger und mittlerweile schalteten sich mehr und mehr Menschen ein. Viele riefen verärgert, dass sie bereits um den Platz gebeten hatten, einige fügten hinzu, dass die Frau ignorant und rücksichtslos sei. Es gäbe keine Sitzplätze mehr, alle hier müssten stehen, stellten Andere fest. Es wurde lauter im Abteil und die Stimmung drohte ins Aggressive zu kippen. Auch der Polizist verlor langsam seine Geduld, ein weiteres Mal forderte er die Frau dazu auf, den Platz frei zu machen, da offensichtlich genug Menschen auf den Sitz warteten. Die ganze Situation wurde zu einem Schauspiel, bei dem immer mehr Leute involviert wurden.
Eine letzte Aufforderung

Es reichte nun langsam, der Polizist warnte die Frau ein letztes Mal, nun in einem bestimmenden, sehr ernsten Tonfall. Würde die Dame nicht sofort den Platz freigeben, würde er sie umgehend aus dem Zug werfen und das Ganze würde noch weitere Folgen für sie haben. Die umstehenden Menschen wurden lauter und forderten, dass die Frau rausgeschmissen wurde. Die Fassungslosigkeit und Wut der Pendler war deutlich spürbar. Ein anderer Fahrgast brüllte schadenfroh, dass dann sogar zwei Sitze frei würden, wenn die Frau endlich weg war. Das war der eine Kommentar, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Das Verhalten der Dame wurde noch extremer.
Ausfallende Bemerkungen

Das Ganze ging nun so weit, dass die Frau den Mann beleidigte. Sie schrie ihn an, dass er keinen Grund hatte, sich zu setzen, schließlich war er weder behindert, noch schwanger. Das war aber noch lange nicht alles. Sie beleidigte ihn weiter, sie wollte den Gestank des Mannes nicht neben sich haben, sie wollte hier kein Ungeziefer aufgabeln. Sie wollte niemanden, von all den Menschen, neben sich haben. Ihr komplettes Verhalten deutete daraufhin, dass die Frau äußerst angewidert davon zu sein schien, überhaupt in einem öffentlichen Verkehrsmittel fahren zu müssen. Es wurde deutlich, dass sie sich für etwas Besseres hielt und die Leute in der Bahn unter ihrer Würde waren.
Der Wahnsinn geht weiter

Die Situation spitzte sich immer weiter zu und die Frau wurde regelrecht hysterisch. Sie schrie, dass niemand in ihren Bereich kommen dürfte und der Platz neben ihr war nunmal ihr Bereich. Manche Fahrgäste stiegen darauf ein und stritten weiter mit der Frau, was alles nur verschlimmerte. Die restlichen Mitfahrer machten sich unterdessen nur noch über die Hysterie der Dame lustig, wie konnte man das schon noch ernst nehmen. So etwas verrücktes war doch kaum zu glauben. Der Polizisten allerdings war nicht mehr zum Lachen zumute, sein Geduldsfaden war nun gerissen und es reichte ihm. Er würde dieses Verhalten der Frau nicht mehr dulden.
Durchgreifen

Die Frau musste endlich des Zuges verwiesen werden. Es reichte ein für alle Mal. Der Polizist verkündete lautstark, dass die Frau nun rausgeschmissen wurde. Gereizt gab er der Frau zu spüren, dass wenn sie ihren eigenen Bereich haben wollte, er ihr diesen zeigen würde. Ihr persönlicher Bereich war außerhalb dieses Zuges, draußen auf dem Gehsteig. Er machte bereits Anstalten, sich der Frau zu nähern. Das war das erste Mal, dass diese ernsthaft realisierte, was los war und was gleich passieren würde. Und sie war regelrecht fassungslos, dass jemand so mit ihr umging. Die umstehenden Fahrgästen klatschten hämisch als Reaktion auf das Durchgreifen des Beamten.
Der Versuch, es auszusitzen

Die Frau bewegte sich keinen Millimeter. Fassungslos begegnete sie dem Polizisten mit trotzigem Blick. Sie würde sich nicht von der Stelle bewegen, sie wollte dem Beamten zeigen, dass er mit seinem Verhalten bei ihr nicht weiter kam. Ihr war es egal, ob es sich dabei um einen Bullen handelte oder nicht. Was überhaupt dieses ganze Theater hier sollte, verstand sie nicht. Sie ließ es sich nicht gefallen, aus dem Zug geworfen zu werden.
Der Beamte hingegen sah nicht so aus, als ober das Verhalten der Frau noch eine Sekunde länger tolerieren würden, bevor er zu härteren Maßnahmen greifen würde. Er baute sich groß vor der Frau auf.
Das Eingeständnis

Die Frau versucht wirklich bis zur letzten Sekunde, die Situation auszusitzen. Der Zug hatte ihretwegen mittlerweile schon 25 Minuten Verspätung. Erst als weitere Polizisten das Abteil betraten und nun zügig auf sie zugingen, gestand sie sich ein, dass sie verloren hatte. Sie rümpfte die Nase, verdrehte genervt die Augen und stand erhobenen Hauptes von ihrem Sitz auf. Sie ließ sich nicht von den Beamten anfassen, als sie von diesen schließlich aus dem Zug eskortiert wurde. Jessica konnte nicht wirklich glauben, wovon sie eben Zeugin wurde. Ein solches Verhalten hatte sie noch nie zuvor beobachtet und sie war immer noch fassungslos.
Alles Online

Im heutigen Zeitalter landet alles im Internet. Und genau das passierte auch mit dieser Szene. Mitfahrende hatten das Spektakel heimlich gefilmt und das Video ging in kürzester Zeit viral. Die Empörung der User war genauso groß wie in der Situation selbst. Kommentare über Kommentare tauchten unter dem Video auf, wie könne man nur so rücksichtslos sein, was für ein egoistisches Verhalten, welch Ignoranz manche Menschen doch an den Tag legen würden. Die Fassungslosigkeit war die Gleiche, wie in der Bahn selbst. Ob die Frau wohl wusste, dass sie mittlerweile auch online kritisiert wurde? Vielleicht hatte sie es aber gar nicht gesehen.
Diskussionsmaterial

Das Video wurde etliche Male geteilt und gestreamt, immer mehr Nutzer fügten erboste und fassungslose Kommentare hinzu. Die meisten waren jedoch sehr treffend. Hoffentlich könnte so ein Video als Beispiel dienen, was passiert, wenn man sich rücksichtslos und unhöflich verhält. Manche Nutzer blieben sachlich und meinten, dass Freundlichkeit keinen Cent kosten würde, andere wurden etwas bissiger, die Frau solle zukünftig vielleicht lieber im Privatjet von A nach B kommen. Wieder andere Kommentatoren wiesen auf ihre Beleidigungen hin und verwendeten genau diese gegen die Dame. Nach so viel Internet-Aufmerksamkeit könnte man wohl davon ausgehen, dass sie es gesehen hat, hoffentlich schämt sich die Frau jetzt dafür.
Die Bahn schaltet sich ein

Die ganze Geschichte und das Video erlangten sogar so viel Aufmerksamkeit, dass das Bahnunternehmen “New Jersey Transit” selbst den Fall als eine Art Werbemaßnahme nutzte. Sie wiesen damit daraufhin, dass in vollen Zügen doch bitte alle Sitzplätze freigemacht werden sollte, Taschen und Gepäck müssten in dem Fall in den dafür vorgesehenen Fächern verstaut werden. Des Weiteren stellte NJ Transit deutlich klar, dass die Mitfahrenden keinen Groll gegen das Zugunternehmen hegte, sondern lediglich auf die Frau sauer waren. Dass hier das gute Image bewahrt werden sollte, ist offensichtlich. Niemand sollte auf die Idee kommen, dass das Verhalten der Frau in deren Bahnen “normal” war.
Endlich sitzen!

Als an diesem Tag die Frau endlich aus dem Zug eskortiert wurde und die Bahn weiter rollen konnte, passierte doch noch etwas, das Jessica die Hoffnung an gute Menschen zurückgab. Es standen immer noch etliche Menschen in der Bahn, die sich sicherlich setzen wollten. Ein Mann, der sie aber vermutlich gesehen hatte, wie sie zuletzt versuchte, die Frau zu bitten, ihre Tasche wegzunehmen, bot ihr den freien Platz an. Mit einem Lächeln verwies er sie darauf, so als ob er ihr angesehen hätte, dass sie vor Erschöpfung einfach nur noch eine Pause brauchte. Der ganze Trubel in dem Wagon und die Anspannung hatten es nicht besser gemacht.
Großstadt- Wahnsinn

Jessica war den Trubel und den Irrsinn in ihrer Heimatstadt New York gewohnt, sie erwischte sich aber immer wieder dabei, wie sie an diese absurde Szene zurückdenken musste. Glücklicherweise hatte sie so etwas danach danach nicht noch einmal erleben müssen. Dabei vergingen viele Abende, an denen sie auf der Suche nach einem Sitzplatz den ganzen Zug abklapperte. Aber das war wohl eins der Dinge, die das Menschsein ausmachte. Man erlebt und sieht unmenschliches Verhalten und es führt einem vor Augen, wie wichtig und schön es ist, genau das nicht zu tun. Besser zu sein als das und mit kleinen Gesten den Alltag von Fremden ein bisschen angenehmer zu machen.